Atmen Sie einige Male sanft ein und aus. Mit jedem Atemzug entspannen Sie sich
mehr und mehr, tiefer und tiefer. Bitten Sie innerlich darum, dass Sie während dieser Meditation geführt und begleitet werden, und dass nur das geschehen möge, was aus höchster Sicht zu Ihrem
höchsten Wohl sowie auch zum Wohle aller Beteilten dienlich ist.Jetzt, wo Sie sich entspannt haben, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit zu Ihren Füssen. Stellen Sie sich vor, wie aus
Ihren Füssen dicke Wurzeln in die Mutter Erde wachsen, ähnlich wie bei einem Baum. Lassen Sie diese Wurzeln in die Tiefe und Breite ausdehnen, so dass Sie gut geerdet und verankert sind.
Nun, da Sie wissen, dass Sie gut verwurzelt mit der Mutter Erde sind, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Scheitel. Stellen Sie sich eine wunderschöne Blüte auf Ihrem Kopf vor,
die sich jetzt zum Universum hin öffnet. Verbinden Sie sich so mit dem Universum, mit dem Göttlichen.
Gehen Sie in Ihrer Vorstellung zurück zu Ihrem Herzen, zu Ihrer goldenen
Mitte. Denken Sie nun an das Thema, welches Sie sich diesbezüglich ausgesucht haben. Im Wissen, dass Sie nun gut geerdet und ganz verbunden mit dem Universum und mit Ihrer goldenen Mitte sind,
können Sie nun mit Ihrem ausgesuchten Thema weiterfahren.
Laden Sie nun alle Körperstellen, Organe, oder Anteile von Ihnen ein, die sich in der ersten Meditation (Ist-Aufnahme) zu Wort gemeldet
hatten, sich zu Ihnen hinzusetzen. Eröffnen Sie nun mit Ihrem höheren Selbst zusammen die Sitzung.
Sie haben wahrscheinlich bei der ersten Sitzung etwas Neues über sich in Erfahrung bringen
können, wie sich zum Beispiel die einzelnen Körperstellen, Organe oder Anteile von Ihnen in Bezug zu diesem ausgesuchten Thema fühlen, wie sie denken oder verschiedene Anliegen, Ansichten
haben können, dass sie sich unter Umständen untereinander nicht verstehen oder im Einklang sind.
Nachdem Sie alle eingeladen haben, fragen Sie die erste Körperstelle, das erste
Organ oder den Anteil von Ihnen, wer immer sich zeigt, welchen Kompromiss sie, es oder er zum Wohle aller eingehen möchte, das ausgewählte Thema oder Problem betreffend.
Wichtig
dabei ist es, dass alle Teilnehmenden aufmerksam zuhören und nichts bewerten, be- oder verurteilen. Wenn diese sich Meldende ihre Kompromissbereitschaft geäussert hat, fragen Sie das nächste
Organ oder die Körperstelle, welchen Kompromiss es, sie zum Wohle aller eingehen möchte. So fahren Sie fort, bis sich alle dazu geäussert haben. Sie können als Protokollführer/In zu jeder Zeit
Ihr höheres Selbst um Rat bitten.
Falls eine Körperstelle, ein Organ oder Anteil von Ihnen nicht gewillt sein sollte einen Kompromiss einzugehen, dürfen weder Sie noch die anderen
niemanden überreden oder gar manipulieren. Auch diese Körperstelle, dieses Organ oder dieser Anteil von Ihnen hat den eigenen freien Willen, den alle zu respektieren haben.
Sie als Protokollführer/In dürfen jedoch dieser Körperstelle, diesem Organ oder diesem Anteil von Ihnen Folgendes mitteilen; „Wir suchen eine Lösung zum Wohle aller. Was brauchst du, um einen
Kompromiss zum Wohle aller einzugehen?"
Falls sich dieser Teil nachfolgend einverstanden erklärt einen Kompromiss einzugehen, kann er dies folglich darlegen.
Wenn
alle Körperstellen, Organe, oder Anteile von Ihnen ihre Kompromisse erörtert haben, so bedanken Sie sich bei diesen und bei Ihrem höheren Selbst für die Führung und beenden diese zweite
Meditationsetappe.
Mit dieser Etappe haben Sie als Geschenk die Kompromissbereitschaft der Körperstellen, Organe, oder Anteile von Ihnen im Bezug auf das ausgesuchte Thema
erhalten.
Pausieren Sie solange, bis Sie innerlich spüren, dass Sie den dritten und letzten Teil dieser Technik angehen möchten. Auch hier kann dies eventuell einige Wochen oder
Monate dauern, bis der richtige Zeitpunkt für die letzte Etappe gekommen ist. Daher ist es ratsam, das höhere Selbst darum zu bitten, dass es Sie auch in der Zwischenzeit führt und begleitet.
Nehmen Sie sich wieder genügend Zeit, um alles niederzuschreiben, was Sie erlebt, gesehen, gehört und gefühlt haben.
Nun wünsche ich Ihnen aus tiefstem Herzen viele
schöne und wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse mit dieser Meditationstechnik.
Ihre Jeannette Halbeisen